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Ein Quartiers-Schauspiel

Was passiert eigentlich den ganzen Tag im Pallaswiesen- und Mornewegviertel? Und wie sieht dafür ein Drehbuch aus? Im Rahmen seiner Amtstätigkeit als künstlerischer Vermesser hat Johannes vom Studio JoHey! Alltags-Geschichten aus dem Viertel gesucht und als kurze Szenen festgehalten. Aus allen eingereichten und protokollierten Szenen, sortiert von 0:00 bis 23:59 Uhr, ist ein Drehbuch entstanden. Das buntes Sammelsurium aus Orten, Atmosphären, Gedanken, Charakteren und Geschehnissen zeigt die vielen Aspekte, die das Viertel ausmachen und die kein Zollstock oder Laser-Messgerät vermessen könnte. Ob ein echter Moment beschrieben wurde oder etwas Ausgedachtes blieb dabei den Nutzer:innen des Viertels überlassen. Als subjektive Sammlung von Alltagsgeschichten bildet das Quartiers-Theaterstück eine Ergänzung zur begleitenden, starren Perfomance der Gebietsgrenzen-Markierung. Zwischen diesen beiden Ebenen der unsichtbaren Narrative und der objektiven Gebietsgrenze vermittelten „künstlerische Messpunkte“, die als räumliche Elemente im Quartier verteilt standen. Sie machten bereits einzelne Szenen zugänglich, unterstützten beim Sammeln weiterer Geschichten und informierten die Nutzer:innen des Viertels im Alltagsraum über das erst kürzlich gegründete AfkV. Das Drehbuch wurde auf der Vernissage zum Ende der Amtszeit gemeinsam mit ausgewählten Eindrücken der begleitenden Performance präsentiert. Darüber hinaus ist das Drehbuch am AfkV weiterhin einsehbar und kann hier als PDF zum Mitlesen heruntergeladen werden. Konzeption von Ausstellung und […]
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Die Künstlerische Vermessung des PaMo-Viertels

Was macht das Darmstädter Pallaswiesen- und Mornewegeviertel (PaMo) aus? Und wie kann man das Stadtviertel künstlerisch vermessen? Dieser Frage ging Johannes Heynold  als „Amtsleitung für künstlerische Vermessung“ vom 07.08. – 28.08.2021 nach. Als Artist in Residence näherte er sich dem Fördergebiet „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „sozialen Stadt“) mit zwei Techniken an. In einer Performance wurde die geografisch exakt gefassten, 9 km lange Gebietsgrenze an Ort und Stelle im Stadtraum markiert. Ganz praktisch wurde die abstrakte aber wirkmächtige Linie aus Plänen so vor Ort wahrnehmbar und zum Gesprächsgegenstand. Auch das frisch gegründete Amt für künstlerische Vermessung (AfkV), mit Sitz an einem Ende des Gebiets, bekam so an allen Enden des Gebiets Aufmerksamkeit. In der Vernissage am 28.08. am AfkV wurde die Momentaufnahmen der Markierungs-Performance zusammen mit dem parallel entstandenen Quartiers-Drehbuch und Text-Auszügen präsentiert. Der Markierungswagen wurde uns freundlicher Weise vom Unisportzentrum der TU-Darmstadt zur Verfügung gestellt. Fotografien der Performance: Hanna Knußmann Ausstellungsfotografie: Paul Jürgens Im Rahmen des Projekts AfkV – an der Tanke von DIESE Kultur e.V.
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GutesBrett

Wie kriegen Nachbar:innen mit, was sich in ihrer Nachbarschaft tut? Und wer sind eigentlich die anderen Nachbar:innen? Um die lokale Kommunikation rund um den Schönplatz im Frankfurter Gutleutviertel zu unterstützen und Nachbar:innen zusammenzubringen, haben wir gemeinsam mit ihnen ein Nachbarschaftsbrett entworfen und umgesetzt. In zwei abendlichen Workshops wurden zunächst Anforderungen und Wünsche gesammelt und eine Formsprache entwickelt. Davon ausgehend fand die Ausführungsplanung für den Bauworkshop statt. An einem Wochenende Ende August wurde das „GuteBrett“ dann direkt am Platz gebaut. Hier waren alle Anwohner:innen eingeladen, um mitzumachen: Es wurde gemalt und gezeichnet, gesägt, angehalten und geschraubt. Nach erster Skepsis brachten sich auch Gruppen ein, die zunächst nur zum Wochenend-Bier an den Platz gekommen waren. Während dem Workshops blieb auch Zeit, um bei der gemeinsamen Tätigkeit ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. Auch für das Quartiersmanagment ergab sich die Gelegenheit, niederschwellig mit den Menschen zu sprechen. So wurde nicht nur das Nachbarschaftsbrett fertig, sondern es wurde auch schnell vor Ort angenommen. Mit zeitlichem Abstand ist ein weiterer Workshop zur Reflexion und für evtl. Anpassungen vorgesehen. Die gelben Bretter konnten von einem anderen Projekt recycelt werden und erhielten so ein zweites Leben. Ein gemeinsames Projekt mit: Janina Albrecht Auftraggeber: AWO Kreisverband Frankfurt […]
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Lastenrad-Rennen

Lastenradler:innen sind per Definition Gewinner:innen: Sie halten sich fit, ersetzten schadstofffrei und leise Autos und sorgen in den Innenstädten schon heute für einen Mobilitätswandel. Um diese Potenziale auch emotional und für neue Zielgruppen erlebbar zu machen, organisiert Studio JoHey! mit wechselnden Partner:innen Lastenrad-Rennen und -Parcours im öffentlichen Raum. Dabei umfasst die Leistung die Planung, Kommunikation, Genehmigung, Umsetzung und Dokumentation der Veranstaltung. Im Rahmen von größeren Veranstaltungen mit weiteren Akteur:innen wird eine Integration angestrebt, z.B. über die spezifische Zusammentellung der Ladegüter. Veranstaltungen fanden bereits in Leipzig auf der alten Messe, dem Augustusplatz und dem Leipziger Ring statt.   Parnter Kolara.org – Kollektiv Lastenrad Verkehrswende Leipzig Eric P. – Flyergestaltung Pillo – Moderation Rad3 – Preissponsoring
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Kiez-Notizen

Neue Kommunikationstechnologien lassen uns über Distanz den Kontakt zu anderen Menschen halten. Seit dem letzten Jahr sind sie Teil unseres Alltags geworden: Zoom-Meetings im Job, virtuelle Klassenzimmer, Hangouts mit Freunden und Familie. Dabei schalten wir uns fast immer mit unseren individuellen Geräten und aus privaten Räumen und mit einem Anlass zu. Zufällige Begegnungen im öffentlichen Raum werden weniger. Aber auch schon vor Corona erzählten mir viele Leipziger:innen in ihrem Kiez verhaftet zu sein und seltener Menschen aus anderen Quartieren zu begegnen. Häufig bekommt man schon nicht mit, was es nur ein paar Straßen weiter an Angeboten und Entwicklungen gibt. Was würde also passieren, wenn wir die Distanz überbrückenden Möglichkeiten von Video-Calls mit dem öffentlichen Raum zusammen bringen? Wenn mit Hilfe von Medien Brücken zwischen lokalen Orten gebaut werden, und die Stadt und ihre Geschichten alltäglich erlebbar machen? Das Projekt möchte mit räumlich wirksamen „Sketch-Calls“ Quartiere in Echtzeit verbinden. Dazu werden zwei Schaufenster in visuelle „Portale“ verwandelt (s. Skizzen). Als Anstoß zum Mitmachen wird für beide Quartiere eine gemeinsame Frage gestellt. Diese schafft nicht nur mit dem anderen Quartier, sondern auch im Quartier selbst einen Austausch, quasi ein bilokales schwarzes Brett. Hierzu findet eine Abstimmung mit dem Quartiersmanagement statt. Durch die […]
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PopUp-Garten

Verkehrswandel erlebbar machen, Möglichkeiten aufzeigen Gärten sind Begegnungsräume, helfen beim Begreifen unsere Umwelt, bieten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum und schaffen im Sommer ein angenehmes Klima zum Verweilen. Gerade in der Stadt mit ihren vielen versiegelten Flächen fehlt es häufig spürbar an diesen Angeboten. Mit dem urbanen Garten auf dem gesperrten Mainkai haben wir diese Aspekte an zentraler Stelle in Frankfurt für die gesamte Stadtgesellschaft nutzbar gemacht. Dabei füllt der Garten nachhaltig die gegenwärtige „Stadtlücke“, die durch die Sperrung der mehrspurigen Straße entstanden ist. Gestalterisch und funktional werden die Beete von Bänken ergänzt. Gemeinsam mit Nachbarinnen und Frankfurtern wurden die Beete gebaut, bepflanzt und gepflegt. Nach Ende des Projekts am Mainkai sind die Gartenmodule zu Frankfurter Altenheimen und ins Deutsche Architekturmuseum umgezogen. Nun laden sie dort zum Verweilen, Pflegen und Begegnen ein. Jan. – Aug. 2020 für bb22 architekten + stadtplaner und die Bürgerinitiative Mainkai für Alle im Auftrag des Stadtplanungsamt Frankfurt am Main zusammen mit Janina Albrecht
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NewsKasten – Digitales analog vor Ort

Beobachtung Dass Medien unser Weltbild prägen, ist keine neue Erkenntnis. Mit wachsender Zahl von Informations- und Kommunikationskanälen ist eine Vielzahl von Informationen vorhanden und für jeden theoretisch verfügbar. Tatsächlich fehlt es aber oft am individuellen Zugang: dem Wissen um die lokale Facebook-Gruppe, dem Account in der richtigen App, dem richtigen Suchbegriff auf Google oder dem sozialen Netzwerk. Der Mangel einer breiten lokalen Öffentlichkeit schwächt lokalen Identität und erschwert die Überwindung individueller Unterschiede.   Die Idee Kommunikation ist das Bindeglied zwischen Menschen. Sie schafft gegenseitiges Verständnis, ermöglicht Zusammenarbeit und unterstützt die Bildung einer gemeinsamen Identität. Die „Kommunikations-Infrastruktur“ einer Gesellschaft ist Öffentlichkeit. Die individuelle Schwelle dazu ist Wahrnehmung von anderen und durch andere Menschen. Der NewsKasten nutzt den öffentlichen Raum als bestehende, „zielgruppenspezifische“ Öffentlichkeit, in der Informationen zusammenfließen und ohne Schwellen (Abonnement, Wissen, Account, soziale Kontakte, zeitliche Zusammenkunft) wahrnehmbar werden. Er dient Nachbar:innen und Passant:innen zur Information über aktuelle Themen, bietet ihnen aber auch die Möglichkeit, eigenen Gedanken für andere sichtbar zu „posten“ – immer ergänzt mit Zettel und Stift vor Ort. Als Add-On zur klassischen Pinnwand dient ein Drucker als digital-analoge Schnittstelle, der digitale Quellen mit lokal relevanten Bezügen (Twitter-, Facebook-Accounts, RSS-Feeds) abonniert hat, und wahrnehmbar für einen konstanten News-Stream sorgt. […]
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Babbel-Buttons / Babbeln erleuchtet

Die Menschen machen ihre Städte zu dem, was sie sind. Aber wer sind diese Menschen? Und was sind ihre Geschichten? Um diese soziale Ebene von Stadt offen zu legen, experimentiert das Projekt mit „Babbel-Buttons“, zum spontanen Babbeln im Alltag. Angelehnt an unseren Online-Status, der anzeigt, ob wir gerade mit jemandem ein Gespräch beginnen können, zeigt der Babbel-Button anderen Menschen die Bereitschaft zum Austausch an: in der Bahn, beim Arzt oder vor Lichtinstallationen. Als visueller Katalysator stößt er Dialog an und ermutigt zum Überwinden der eigenen „Bubble“. Mit den im Dunkeln leuchtenden, individuell gestaltbaren Buttons, wurden die Besucher der Luminale selbst zu einem kleine Teil der Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung und trugen sie in die Stadt. Auch nach dem Ende der Luminale sorgen die 500 verteilten Buttons weiter für spontanes Gebabbel.   Unterstützt durch die Polytechnische Gesellschaft März 2018 Wiederholt im September 2020 im Rahmen des Leipziger Ostlichter-Festivals.
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Stäffele Galerie / Die Stadt als Haus

Was wäre, wenn die Stuttgarter Stäffele nicht nur im Verborgenen existierten, sondern Orte für Sport, Bewegung, Begegnung und kulturelle Events wären? Wenn sie zur Outdoor-Kunstgalerie würden oder dort abendliche Konzerte stattfänden? Wenn aus den Durchgangsräumen Begegnungsräume würden? Das Realexperiment „Stäffele Gallery“ erprobte im Rahmen des Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur der Universität Stuttgart genau das auf den autofreien Fußwegen der Hauptstadt von Daimler und Porsche. Mit Erfolg! Das Projekt wurde überwiegend positiv aufgenommen und der Ausstellungszeitraum durch den Bezirksbeirat um zwei Wochen verlängert. Gemeinsam mit Studierenden fand dazu unter dem Thema „Die Stadt als Haus“ im Sommer 2016 eine Summerschool an drei Staffeln im Stuttgarter Süden statt. Nach Ende der Summerschool werden die Installationen zu einer quartiersweiten Ausstellung, die mit Spaziergängen zur Erkundung einlud. Begleitet wurde die Ausstellung mit ortsspezifischen Veranstaltungen. Anschließend wurde das Projekt ausgewertet und die besten Empfehlungen in einem „Kochbuch für die Stadt“ publiziert: Stäffele à la carte (10MB) Die komplette Dokumentation des „Realexperiments“ mit Anwohner*inne-Befragung, Presseauswertung und Einordnung der Forschungserfahrungen findet sich im Abschlussbericht auf der Seit des Reallabors.   In der Presse: Ein gutes Forma zum Weitermachen, Stuttgarter Nachrichten Die Stäffele werden zum Treffpunkt, SWR Landesschau Treppe wird zum Wohnzimmer, Südwest Presse   RNM-Publikums-Award Konzept, Durchfürhung, […]
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Real Life Tinder

Wie können spontane Gespräche im Stadtraum unterstützt werden? Was ist von digitalen Plattformen wie Tinder in den physischen Stadtraum übertragbar? Aus diesen Fragen ist der Framing-Versuch auf dem Stuttgarter Marienplatz enstanden. Klar als Bereich erkennbar, war es Passanten nun freigestellt, sich im Bereich zu befinden und als „dating-interessiert“ zu gelten. Oder sich außerhalb der Zone niederzulassen. Tatsächlich wurde die Intervention als Anlass genommen, offen auf Unbekannte zuzugehen. Neben neuen Begegnungen regte die Intervention in der Presse auch über die Reflexion/Interpretation zur App tinder an.   Presseberichte dazu: Echte Dating-Zone wird zum begehrten Fotomotiv, Suttgarter Nachrichten In Stuttgart gibt’s einen Ort für „Real Life Tinder“, Stuttgarter Zeitung Real-Life-Tinter zu Stuttgart, eldo-radio Luxemburg Jetzt gibt es Real-Life-Tinder in Stuttgart, SWR3 Ursprünglicher Post + Kommentare, Facebook
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