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Kiez-Notizen

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Neue Kommunikationstechnologien lassen uns über Distanz den Kontakt zu anderen Menschen halten. Seit dem letzten Jahr sind sie Teil unseres Alltags geworden: Zoom-Meetings im Job, virtuelle Klassenzimmer, Hangouts mit Freunden und Familie. Dabei schalten wir uns fast immer mit unseren individuellen Geräten und aus privaten Räumen und mit einem Anlass zu. Zufällige Begegnungen im öffentlichen Raum werden weniger. Aber auch schon vor Corona erzählten mir viele Leipziger:innen in ihrem Kiez verhaftet zu sein und seltener Menschen aus anderen Quartieren zu begegnen. Häufig bekommt man schon nicht mit, was es nur ein paar Straßen weiter an Angeboten und Entwicklungen gibt.

Was würde also passieren, wenn wir die Distanz überbrückenden Möglichkeiten von Video-Calls mit dem öffentlichen Raum zusammen bringen? Wenn mit Hilfe von Medien Brücken zwischen lokalen Orten gebaut werden, und die Stadt und ihre Geschichten alltäglich erlebbar machen?

Das Projekt möchte mit räumlich wirksamen „Sketch-Calls“ Quartiere in Echtzeit verbinden. Dazu werden zwei Schaufenster in visuelle „Portale“ verwandelt (s. Skizzen).

Als Anstoß zum Mitmachen wird für beide Quartiere eine gemeinsame Frage gestellt. Diese schafft nicht nur mit dem anderen Quartier, sondern auch im Quartier selbst einen Austausch, quasi ein bilokales schwarzes Brett. Hierzu findet eine Abstimmung mit dem Quartiersmanagement statt. Durch die Video-Übertragung werden zusätzlich zu Texten und Skizzen auch die Lichtstimmungen und die Silhouetten von Menschen und ihre Aktivität wahrnehmbar.

Jul. 2021 – In Umsetzung
in Kooperation mit hybridartlab / Wissenschaftsladen Leipzig und IG Fortuna – Kino der Jugend
Dieses Projekt wird gefördert aus Mitteln des Verfügungsfonds Soziale Stadt Kerngebiet Leipziger Osten.